8. März – Internationaler Frauentag 2022

„Wir fordern die Gleichstellung der Geschlechter, wir fordern Transparenz bei den Gehältern, wir fordern schlicht und einfach – echte Gerechtigkeit. Das wir als Gesellschaft und als Land einen eigenen Tag dazu benötigen, an die Rechte von Frauen zu erinnern, sollte uns zu denken geben vor allem aber dazu animieren, den Weg der Gemeinsamkeit zu beschleunigen und zu forcieren. Das sicherste Mittel um dieses Ziel zu erreichen, ist meiner Meinung nach, ein starker, gerechter und moderner Sozialstaat der eine gesetzliche Grundlage für Gleichberechtigung schafft. Das beginnt bei Lohntransparenz und endet bei dem Recht auf Kinderbetreuung – wir müssen jetzt die gesetzlichen und institutionellen Strukturen für Gerechtigkeit schaffen – oder wir warten darauf, dass „der Markt es regelt“. Da werden wir aber lange warten müssen“,

so SPÖ Kärnten Landesparteivorsitzender LH Peter Kaiser, anlässlich des Internationalen Frauentages.

„Am 08. März 2021 war der internationale Frauentag kein Ereignis, das in den österreichischen Medien großes Echo hervorgerufen hat. Sicher, die überproportionalen Belastungen der Frauen durch die Pandemie wurde kommentiert – passiert ist nichts. Ein Jahr später sind zum Internationalen Frauentag auf den Titelblättern der Tageszeitungen Frauen in Kampfanzügen abgebildet. Miss Ukraine greift zur Waffe, eine Song Contest Teilnehmerin ist auf der Flucht und Vladimir Putin wird zum Synonym des Patriarchats. Ich frage ganz offen: Braucht es wirklich einen Krieg um die öffentliche Wahrnehmung von Frauen zu verändern? Und wenn ich die Tageszeitung heute ansehe frage ich mich – ist das echte Solidarität oder purer Sensationalismus? Müssen Frauen wirklich erst zur Waffe greifen um für voll genommen zu werden oder zumindest von der Gesellschaft bemerkt? Das Putin ein alter Chauvinist ist, unterschreibe ich sofort. Aber er hat das Patriarchat nicht erfunden und die Benachteiligung gegenüber Frauen beginnt bei uns, hier an der eigenen Haustür und wir müssen hier dagegen ankämpfen, wenn wir etwas ändern wollen,“

so SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer Andres Sucher.

„Genderpay-Gap, Quoten, Lohntransparenz, Homeoffice und häusliche Gewalt – einmal im Jahr erinnern wir uns daran, dass die Hälfte der Menschheit nur auf Grund ihres Geschlechtes benachteiligt wird. Am 09. März ist kein Frauentag mehr, dann sind Sexismus, Gewalt und Unterdrückung in unserer Gesellschaft wieder Normalität. Bis zum Muttertag. Dann gibts Blumen und Parfüm für die „brave Mutti““,

stellt SPÖ Kärnten Frauenvorsitzende Ana Blatnik klar.

„Wir werden nicht aufgeben in unserem Kampf um Gleichstellung, und wenn es dreihundert Frauentage braucht. Doch wir werden nur Erfolg haben, wenn wir anfangen Missstände explizit zu benennen und den Finger in die offenen Wunden unserer Gesellschaft zu bohren statt eine Behelfspflaster darüber zu kleben. Was wir wollen und fordern ist klar und bekannt – volle Transparenz bei Löhnen und Vermögen, echte Arbeitsmarktpolitik gegen Altersarmut mit einem umfassenden Arbeitsmarktpaket für Frauen und einer Teuerungsbremse und eine Unterhaltsgarantie des Staates, die Armut von Kindern und Alleinerziehenden verhindert“,

so Blatnik.